„Welche Kamera und Objektive nutzt du für deine Shootings?“
„Kannst du mir eine gute Spiegelreflexkamera empfehlen?“
„Welche Kamera hast du? Ich möchte auch gerne so schöne Fotos machen.“
„Kannst du mir ein Objektiv für Reisen empfehlen?
„Welches ist dein Lieblingsobjektiv?“

– Das sind ein paar der vielen Fragen rund ums Thema „Kamera & Objektive, die ich soo häufig gestellt bekomme.
Daher möchte ich euch heute einen kleinen Überblick über mein Foto Equipment geben.

Als erstes möchte ich gleich betonen, dass eine gute oder teure Kamera ganz und gar nicht wichtig dafür ist, ob die Fotos toll werden oder nicht. Einerseits liegt es viel mehr an den Objektiven und andererseits, was auch viel wichtiger ist, ist das Auge.
Wie heißt es so schön: „Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera.“ 😉
Man kann die teuerste & beste Kamera oder auch Objektive haben, wenn man den Blick für den richtigen Moment oder das Motiv nicht hat, könnt ihr es auch mit dem teuersten Equipment vergessen gute Fotos zu machen.
Natürlich gibt es auch Unterschiede bei teuren und günstigen Kameras & Objektiven, Studioausrüstung, etc.  Doch solange man als Hobbyfotograf unterwegs ist oder die Spiegelreflexkamera hauptsächlich für Reisen oder private Feiern verwenden wird, werden die einem kaum auffallen.

Meine allererste Spiegelreflexkamera, die Nikon D5000, bekam ich im Jahr 2009 zu meinem 16. Geburtstag und ich war anfangs super glücklich damit. Ich hatte natürlich noch keine Ahnung von ISO, Blende & Zeit, daher knippste ich hauptsächlich im Automatik-Modus. Irgendwann fiel mir dann auf, dass der Autofokus, vorallem im Vergleich zu manch anderen Einsteiger Kameras richtig langsam war, daher habe ich mich entschieden auf Canon umzusteigen und mir die Canon 60D mit dem Kit-Zoomobjektiv Canon EF-S 18-135mm 1:3.5-5.6 gekauft.

Mit dieser neuen Kamera war ich wieder überglücklich, da sie neue Funktionen hatte, der Auto-Fokus viel schneller funktionierte und von Canon sogar als etwas fortgeschrittener eingestuft wurde – also keine reine Einsteiger Kamera mehr.

Ich knippste mit meinem Kit-Objektiv also weiter vor mich hin und tastete mich auch langsam an ISO, Blende & Zeit heran, sodass ich bald nur mehr im AV bzw. TV-Modus (Zeitautomatik & Blendenautomatik) fotografierte. Der Manuelle Modus war mir aber doch ziemlich lange zu mühsam 😛
Als ich nicht mehr nur Blumen & meine Katze fotografieren wollte, sondern ich begann mich für Portraits zu interessieren, legte ich mir ein neues Objektiv zu, das meine Fotos schlagartig veränderte, da ich mit meinem Kit-Objektiv kaum Unschärfe ins Bild bringen konnte.

Canon EF 50mm 1:1.8 II Objektiv *

Da war sie also – meine erste Festbrennweite – das 50mm 1.8 von Canon. Ein ziemlich günstiges & (äußerlich) nicht sehr hochwertiges Objektiv, das aber für diesen Preis richtig was drauf hatte!
Hiermit kam also die Unschärfe bei Portraits in mein Leben 😉
Dieses Objektiv hatte ich lange, lange Zeit ca. 90% der Zeit auf meiner Kamera.

Hier ein paar Fotos, die mit meiner Canon 60D + Canon 50mm 1.8 entstanden sind:


Sigma 50mm F1,4 Objektiv *

Als ich begann an der Graphischen zu studieren, begann auch das Ausprobieren von verschiedensten Kameras und Objektiven. Schnell wollte ich für Shootings in der Graphischen nur mehr die schuleigenen (Vollformat) Kameras und Objektive verwenden, da mich die Qualität begeisterte und mehr überzeugte als die meines eigenen Equipments.
Doch trotzdem verwendete ich für meine Shootings weiterhin meine eigene Kamera, da ich mir lange nicht sicher war welche Vollformatkamera es irgendwann werden sollte und diese natürlich auch nicht so günstig sind.
Meine Schulkolleginnen können sich bestimmt noch daran erinnern, wie oft ich mich bei der Wahl der Vollformatkamera umentschieden habe 😂  (Canon – Sony – Canon – Nikon – Sony – Canon)

Mit der Zeit und im Laufe des Studiums stieg natürlich mein Wissen und auch mein Interesse an der gesamten Fototechnik. Ich durchstöberte das Internet nach Erfahrungsberichten von Kameras und Objektiven und stieß irgendwann auf sehr viele positive Meinungen über die Art-Reihe der Sigma-Objektive.
Ich muss nicht lange überlegen bis ich mein Canon EF 50mm „Plastik-Objektiv“ mit dem Sigma Art 50mm F1.4 auswechselte. Eine richtig hochwertige und noch lichtstärkere Festbrennweite. Viele merken wahrscheinlich absolut keinen Unterschied und werden sich jetzt denken „Warum wechselt sie von einem unter 100€ Objektiv auf ein über 700€ teueres Objektiv mit derselben Brennweite?“  – Die Fotografen unter meinen Lesern wissen bestimmt, dass es hierbei eindeutig Unterschiede gibt und ich das sicher nicht „einfach so“ gemacht hätte. 🙂

Hier ein paar Fotos mit meiner Canon 60D + Sigma Art 50mm F1.4:


Sigma 17-50 mm F2,8 Objektiv
 *

Irgendwann funktionierte mein Kit-Objektiv leider gar nicht mehr und meine Festbrennweite war mir, vor allem im Urlaub, zu groß. Daher musste ein neues Zoomobjektiv her, um bei Reisen auch Landschaften fotografieren zu können und flexibler sein zu können, als nur mit einem 50mm-Objektiv.

Also durfte das Zoom-Objektiv Sigma 17-50mm Objektiv bei mir einziehen.
Mir war es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wichtig mit dem Objektiv ewig weit hineinzoomen zu können, um z.B. den Mond zu fotografieren o.ä – daher auch die kurze Brennweite 😉
Es sollte weitwinkelig und lichtstark sein und ich finde, dass ich zu diesem Zeitpunkt eine sehr gute Entscheidung getroffen habe. Das Objektiv hat nämlich lange Zeit, sowohl bei Shootings als auch auf Reisen, tolle Leistung erbracht! Damals war es mein Immer-Drauf-Objektiv.

Fotos mit meiner Canon 60D + Sigma 17-50mm:


Canon EOS 5D Mark III *  

Canon EF 24-70mm f/2.8L II Zoom Objektiv *

Als ich mich schlussendlich für eine Vollformatkamera, also meine Canon 5D Mark III, entschied, musste auch ein neues Zoomobjektiv her, da mein Sigma 17-50mm klarerweise auf einer Vollformatkamera nicht funktioniert, da es nur für APS-C Kameras geeignet ist. 
Wie bereits erwähnt setzte ich mich intensiv mit der Technik rund um Objektive auseinander und daher sollte das nächste Objektiv ein hochwertiges sein, das mir lange treu sein soll. Mein neues Zoomobjektiv war also das  Canon EF 24-70mm f/2.8L  .
In dieser Zeit hatte ich eben auch schon Kundenshootings und daher gehörte es zu meiner Arbeitsausrüstung. Ich wusste, dass mir dieses Objektiv sehr lange erhalten bleiben wird und es ein Großteil der Fotografen, die ich kenne selbst nutzen und alle es lieben.
Die Bildergebnisse waren natürlich wieder um einiges besser als bei meinem vorigen Zoomobjektiv, vorallem in Kombination mit der neuen Kamera. Hier war also mein neues Immer-Drauf-Objektiv. 🙂

Hier ein paar Ergebnisse meiner neuen Lieblingskombination: Canon 5D Mark III + Canon EF 24-70mm 2.8  :


Canon EF 100 mm 2,8 L  Macro-Objektiv
 *

Da war ich also, im Jahr 2017, glücklich und zufrieden mit meinen beiden liebsten Objektiven – wer braucht schon massenhaft Objektive wenn man sowieso immer nur die gleichen verwendet?

Tja, spätestens dann wenn man andere & neue Objektive testet heißts wieder: „ICH BRAUCH DIESES OBJEKTIV!!“
Ich kann mich oft nicht entscheiden ob ich eher der Handtaschen- oder (Foto)Technikfreak bin 😄
Hmm.. wobei.. schenkt mir einen Einkauf beim Digitalstore Vienna und ich bin die glücklichste Fotografin der Welt 😛 haha

Spätestens als ich mir für Beauty Shootings und auch für den Food-Fotografie Unterricht in der Graphischen ein Makro-Objektiv ausgeliehen habe, wusste ich: Das brauch ich auch!!
Da ich es nicht nur für Beauty Shoots sondern auch für die Ring- und Detailfotos bei Shootings & Hochzeiten sehr gut einsetzen kann, war es für mich Grund genug um es mir zu zulegen.
Und ich bereue es keine Sekunde! Wie ihr vielleicht wisst, ist die Beauty-Fotografie einer meiner absoluten Lieblingsbereiche und für extreme Close-Ups, wie ihr hier seht, ist es einfach unersetzlich!

Hier also ein paar Fotos, die mit meiner Canon 5D Mark III und dem Canon EF 100mm F2.8 Makro:


Sigma 35 mm f/1,4 Objektiv
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Last but not least: mein neuestes und auch mein derzeitiges Immer-Drauf-Lieblingsobjektiv: Das Sigma Art 35mm F1.4
Eine weitere Festbrennweite schaffte es in meine Sammlung. Warum eine Festbrennweite wenn man mit Zoom-Objektiven flexibler ist? Ganz einfach, die Bildqualität ist bei Festbrennweiten einfach viel besser!
Außerdem „lernt“ man das Fotografieren mit einer Festbrennweite viel besser, da einem nichts anderes übrig bleibt als sich zu bewegen anstatt faul an einem Platz zu stehen und rein- & raus zu zoomen.

Das 35mm hatte ich jedoch lange nicht am Schirm, da ich ehrlich gesagt etwas skeptisch war nur eine weitwinkligere Festbrennweite zu nutzen und ob der Unterschied zu meinem Zoom-Objektiv groß genug ist, damit es sich lohnt.
Was wenn ich auf Reisen doch schnell mal zoomen möchte? Was wenn ich damit die Reportage auf Hochzeiten fotografiere und plötzlich einen Zoom brauche?
Mein Zoomobjektiv habe ich immer noch und natürlich immer dabei, aber ich denke bereits daran es zu verkaufen und ausschließlich mit Festbrennweiten zu fotografieren. Zurzeit liegt es auch ziemlich im Trend, vor allem in der Hochzeitsfotografie, eher weitwinkelig zu fotografieren, d.h. mehr vom Moment auf einem Bild zu haben anstatt komplett reingezoomt nur einen kleinen Teil davon. Und dieser Look gefällt mir persönlich sehr gut.

Da dieses Objektiv in allen Foren und auch bei Fotografenkollegen so gehyped wurde, musste es auch einen guten Grund dafür geben.
Als ich es mir im September 2017 gekauft habe, war ich mir noch nicht sicher ob ich es überhaupt behalten würde. Aber diese Überlegung war sehr schnell verflogen. Es war quasi Liebe auf den ersten Klick 😉
Das Objektiv wird bei mir bei so ziemlich allen Shootings eingesetzt. Vorallem bei Paarshootings ist es zu 95% auf meiner Kamera. Auch im Alltag oder bei kleinen Reisen schleppe ich nicht mehr meine gesamte Ausrüstung mit, da ich entschieden habe, dass mir meine Kamera mit diesem Objektiv absolut ausreicht! (Shooting Reisen sind natürlich ausgenommen).
Und ja, es ist ein großes und schweres Objektiv, vorallem zusammen mit meiner Kamera kommt da schon ein beachtliches Gewicht zusammen, das man um den Hals trägt. Aber man gewöhnt sich dran 😉

 


Fazit:

Ihr seht also, ich hab nicht die neueste Kamera und auch kein riesiges Repertoire an Objektiven, doch wenn man weiß für welchen Augenblick man welches Objektiv braucht und wie man das bestmögliche aus der Kamera herausholen kann und es in der Nachbearbeitung noch optimiert, ist das auch gar nicht notwendig.
Ihr braucht also sicher nicht die teuerste Kamera und Objektive, um gute Fotos machen zu können. Vor allem wenn ihr die Fotografie als Hobby seht oder euch eine Spiegelreflexkamera hauptsächlich für Reisen und Familienfeiern wichtig ist, reichen Einsteiger- bzw. Mittelklassekameras absolut aus. Und wenn ihr euch entscheiden müsst zwischen einer neuen, besseren Kamera oder einem neuen, besseren Objektiv: Nehmt auf jeden Fall das Objektiv! 🙂
Für welche Brennweite ihr euch schlussendlich entscheidet ist abhängig von eurem Shooting Bereich und es ist natürlich auch Geschmackssache.

Ich hab auch noch mehr kleinen Foto Schnickschnack und auch meine Arbeitsgeräte – das alles hab ich hier jetzt nicht angeführt.
Falls euch das auch interessiert und ihr dazu noch Fragen habt oder generell irgendwelche Fragen zu meiner Ausrüstung oder meiner Arbeit, dann stellt sie mir gerne in den Kommentaren! 🙂
Ihr dürft mir auch verraten, ob euch Blogposts über meine Arbeit interessieren und was ihr als nächstes sehen & lesen möchtet! 😉

Ich hoffe dieser ziemlich technische Beitrag war trotzdem interessant für euch und bedanke mich bei allen, die ihn bis hier her gelesen haben! 😁


Bis bald!
Eure Mona

 

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